Das Waldshuter Stadtfest 2005

Ich möchte in diesem kurzen Bericht gerne einmal das diesjährige
Stadtfest aus Sicht des Stammesführers Revue passieren lassen.

Ja wir waren gerade noch im Pfila zusammen gesessen und hatten uns über unser Angebot am Stadtfest 2005 unterhalten. Das klang aber alles noch so weit und fern. Die standardmäßigen Bestellungen habe ich dann bei unseren langjährigen Lieferanten ausgelöst. Andi und Renate hatten den sonstigen Einkauf übernommen.

Doch dann kam der 9. Juni und mein Outlook im Büro brachte eine Meldung, die mit Stadtfest begann. Eigentlich konnte ich es gar nicht glauben aber ich habe dann um 13 Uhr Schluss gemacht und bin in die Stadt gefahren und tatsächlich kam bereits um 13:30 Uhr der Kühlwagen der Fa. Gönner angerollt. Dann ging es Schlag auf Schlag, noch schnell aufs Ordnungsamt einige Kleinigkeiten organisieren und dann ging es mit Mörser ans markieren der einzelnen Standflächen in der Kaiserstraße.

Ja, im Komitee habe ich ja auch noch einen Nebenjob! Na ja, dafür haben wir auch wieder ein schönes Plätzchen bekommen.

Um 17 Uhr ging es dann ab nach Schmitzingen zum Hütte aufladen. Endlich mal wieder LKW fahren! Leider war die Hütte noch von zahlreichen Wespen bewohnt. Hatte wohl vergessen ihnen wegen Eigenbedarf zu kündigen. So mussten sie halt kurzfristig ihr Heim verlassen und waren gar nicht erfreut. Das Beladen ging dann recht rasch und die erste Fuhre ging in die Stadt. Dort wurde dann gleich mit dem Aufbau begonnen und nach und nach trafen immer mehr Helfer ein. Bis dann aber der Weinwagen, das Kuchenzelt und die Hütte fertig standen, war es doch 22:30 Uhr und nach dem Abschlussbier ging es heim ins Bettchen.

Samstag um 8:00 begann der Großteil des Einsatzes dann eigentlich erst. Die Einrichtung der Hütte und des Zeltes waren an der Reihe. Wie üblich fehlte wieder die ein oder andere Kleinigkeit aber Martin, Shusu und Schnitzel hatten die Sache im Griff. Nachdem unsere Einrichtung fertig war, stand dann schon die erste Herausforderung an: Die Helfer zum Richten der Bühne waren nicht erschienen und so sprangen wir kurzfristig ein.

Nach Pahmis Eröffnungsrede zapften wir dann gleich die ersten 50 gespendeten Freibier und dann ging es auch schon los mit den Bestellungen. Die Hütte und die Garnituren füllten sich zusehend und das Geschäft nahm seinen Lauf. Die Pfadis flitzen als Bedienungen durch die Menge, unsere Küche brachte unzählige Essen in Umlauf und die Geschirrberge stapelten sich. Ja jetzt war endlich auch mir klar, dass Stadtfest war. Aber es blieb keine Zeit zu überlegen, wir brauchten Wurst, Fleisch und Apfelschorle aus dem Kühlwagen. Meldung aus der Küche von Andi, dass die Friteuse kaputt ist. Mist!! Aber für alles gab es eine Lösung.

Ja und so rannte die Zeit davon und es wurde schon langsam dunkel. Die Bedienungen flitzten nicht mehr so schnell und die Müdigkeit war ihnen ins Gesicht geschrieben. Das Kuchenzelt war inzwischen zur Bar mutiert und es hatte sich eine Menschentraube gebildet. Nebenan war der Weinstand auch stark umlagert. So langsam sollte die nächste Schicht kommen, aber wir hatten keine. Also gab’s nur eins, die Jüngsten ins Bett schicken und weitermachen. Gegen 2 Uhr wurd’s dann ruhiger in der Hütte. Wir schlossen den Weinstand ab und ich brachte Renate mit dem Geld zum Auto. Danach übernahmen Li und ich die Hütte. Sie war inzwischen wieder voll. Nein muss das sein? Aber so lange konsumiert wird geht’s halt weiter. Nebenbei Aufräumen und Gläser spülen. Und schwupp war es 5 Uhr. Bonzai schloss die Bar. Aber unsere Gäste dachten nicht daran zu gehen. Und die Versuche die Hütte zu schließen, endeten fast in einer Schlägerei. Also machten Li und Bonzai weiter und ich machte mich auf nach Hause.

Es war 8 Uhr und ich fuhr in die Stadt. Es sah aus wie nach einer Schlacht. Überall Schmutz und Scherben! Also gleich mit einem Besen bewaffnen und loslegen. Als unser Bereich und vor der Bühne sauber war, ging es ab ins obere Tor. Dort haben ein paar Idioten die Schaukästen der Vereine eingeschlagen und alles liegt voller Scherben. Die Passanten schauen uns an als ob wir das gewesen wären. Auch egal! Bonzai und Li gehen nach Hause für eine Mütze Schlaf.

Um 10 Uhr am Sonntag (!) ging’s zum C+C nach Tiengen zum Einkaufen. Unsere Küche hatte wieder volle Arbeit geleistet und die Vorräte waren aufgebraucht.

Um 11:30 Uhr sollte es weitergehen, aber die ersten Bestellungen trudelten schon wieder 1 Stunde früher ein. Die Hütte füllte sich wieder zusehends und das gleiche Spiel wie tags zuvor ging los.

So gings weiter bis 18 Uhr. Es wurde Zeit Schluss zu machen, denn die Speise und Getränkekarte gaben nicht mehr viel her.
Wir waren ausverkauft!!!!!!!!!!!!!!

Es gibt nur noch Kuchen. Den meisten verdrücken unsere Pfadis und der Rest wurde verteilt.

Und jetzt den LKW holen und der Abbau beginnt. Zum Glück holte der TC Lonza unsere Hütte. So mussten wir das schwere Teil nicht mehr bewegen! Aber der restliche Kram musste größtenteils noch in den 4. Stock des Kornhauses. Ich weiß bis heute nicht, wer das alles noch da hoch geschleppt hat, da ich in der Zeit den Müll weggefahren habe.

Um 22 Uhr ist dann auch die letzte Garnitur in den Hänger gestapelt und endlich Feierabend.
Noch ein schnelles Bier und dann nix wie heim. Geschafft!

Kann das wirklich sein? Ich rechne so im Bett 350 Steaks, 280 Bratwürste und 270 kg Pommes in 2 Tagen. Wahnsinn. Wie haben wir das geschafft? Wir müssen schon ein klasse eingespieltes Team sein. Jeder hat sich bis an seine Grenzen und darüber hinaus eingesetzt. Trotzdem ein paar mehr Helfer fürs nächste Jahr brauchen wir. Mir fallen die Augen zu.

Am Montag Früh klingelt dann der Wecker. Nein jetzt noch nicht aber es gibt keine Gnade.
Der Job ruft.

Es war mühsam und stressig aber irgendwo hat es auch Spaß gemacht.

Payno