MO 03 - Bundeslager der Ranger/Rover in Immenhausen


Es ist altbekannte Sitte, dass man die Nacht auf den 1. Mai (Walpurgisnacht) verwendet, um alle möglichen Streiche auszuhecken. Man kann Fahrräder auf Hausdächern befestigen, Holzbiegen versetzen, Autos mit Klopapier umwickeln etc. Da das für uns keinen Reiz mehr darstellt, haben wir dieses Jahr mal was neues ausprobiert.

 

Wir sind mit dem Auto nach Karlsruhe gefahren und wurden dort abends vom einem Bus abgeholt, der mit Pfadis aus Baden-Württemberg belegt war. Dieser Bus brachte uns nach Immenhausen zum Bundeszentrum des BdP, wo ein Bundeslager für Ranger/Rover stattfinden sollte. Nachts um 2 Uhr waren wir da, verständlich dass wir nicht mehr viel vom Lager mitbekamen.

In den nächsten Tagen dafür um so mehr. Es waren weit über 400 Pfadfinder da, der große Lagerplatz von Immenhausen war voll mit Schwarzzelten verschiedener Art und Größe. Ein Volleyballnetz war aufgebaut, Kochjurten, Materialzelte, eine große Jurtenburg diente als Pinte. Tagsüber konnte man bei einer der zahlreichen AGs mitmachen. Brotbacken, Singen, Arbeiten mit dem GPS-System, eine Holzskulptur mit der Motorsäge erstellen, Philosophieren etc. Man konnte natürlich auch faul in der Sonne oder im Zelt liegen. Höhepunkt war das Bobby-Car-Rennen mit aufgemotzten und wild bemalten Cars. Ein Bobby Car hatte sogar einen Anhänger zum Getränketransport. Kein Wunder, dass der Pilot von der Straße abkam und in die Rabatten bretterte.

Abends lud die Pinte auf einen gemütlichen Hock ein. Eben so gut ist natürlich ein zünftiger Jurtenabend am Feuer mit musikalischer Untermalung. Auf einer Großleinwand wurden Filme gezeigt, bis ein Unwetter die Filmfans vertrieb. Es war schon allein ein Erlebnis, nachts über den großen Lagerplatz zu schlendern. Aus zahllosen Zelten schimmerte Feuerschein, in vielen wurde gesungen, begleitet von unterschiedlichen Musikinstrumenten. Wilder ging es in der Pinte zu, dort kochte regelmäßig die Stimmung über, vor allem zu späterer Stunde.

Bei der Menge an Aktivitäten und neuen Bekanntschaften ist es kein Wunder, dass wir ziemlich geschafft am Sonntag Mittag die Heimfahrt antraten.

Abschließend noch zwei persönliche Anliegen von mir:

  • Weiß jemand warum man ca. 25 Kartons Eier anstechen muss, wenn es dann Rührei gibt?

  • Weiß jemand, wo man kleine braune Steingutnäpfe kaufen kann? Sehen so ähnlich aus wie Aschenbecher, sind aber definitiv keine. Allerdings sollten sie sehr, sehr robust sein, damit sie nicht gleich Schaden nehmen, wenn übelwollende Stammesmitglieder sie in die Hände bekommen.

Antworten erbeten an witschi@stammelche.de.