Osterlager der Wölfe in Herrischried


Unser diesjähriges Osterlager (Karsamstag Morgen bis Ostermontag Nachmittag) führte uns in den düstersten Hotzenwald, um genauer zu sein, nach Herrischried-Rütte ins Arbeiterwohlfahrt-Heim.

23 unternehmungslustige weibliche und männliche Wölfe und eine handvoll Betreuer machten ab Samstag das Heim und den angrenzenden Wald unsicher, was vor allem bei den 4 Rabauken, pardon, Kindern aus der Nachbarschaft für absolutes Unverständnis sorgte. Das Kräfteverhältnis sprach jedoch eindeutig für die Elche, somit konnten wir doch einen verhältnismäßig ruhigen Tag verbringen. Zur Verdauung des üppigen Mittagessens gab es nachmittags eine kleine Wanderung inkl. Schneeballschlacht. Es ist kaum zu glauben, wie schnell man rennen kann, mit einem Schneeball in der Hand und dem Ziel vor Augen und wie schwer die Füße auf einer Wanderung sein können. Manche Wölfe lagen förmlich im Sterben und machten lautstark darauf aufmerksam. Abends am Lagerfeuer ging es zum Glück allen wieder gut - es gab nämlich viele Wölflingsspuren, Gürtel, Hemden und Halstücher für verdiente Wölfe. Schließlich kam auch noch unser Lieblingsstammesführer Payno vorbei, aber für die Wölfe war der Tag zu Ende, müde begab sich eine Gruppe nach der anderen vom Lagerfeuer weg ins Bett.

Sonntag


Ostersonntag mit allem drum und dran! Nach dem Frühstück war Osternestersuchen angesagt. 59 Stück sollten im angrenzenden Wald versteckt sein. Nach 2 Stunden hatten die armen Wölfe 58 Stück zusammen und suchten verzweifelt nach dem 59. Doch es blieb verschwunden. Wer es wohl hat? Payno? Schokolade war zwar genug da, aber der sportliche Ehrgeiz ließ einige nicht ruhen. Der Nachmittag verging schnell, ein wenig mit den Nachbarskindern kämpfen und Fußball spielen. Die Haustüre war das Tor, das ein unglücklicher Freiwilliger zu hüten hatte, der Rest versuchte, das Ei zu versenken. Nach dem Abendessen gaben die "Löwen" eine Party, zu der leider niemand von uns eingeladen war, über die ich somit auch nicht berichten kann. Hinterher saßen jedenfalls alle in Schlafanzügen bettgehfertig im Kreis, rechtschaffend müde. Nach einer kleinen Abschlussrunde und einem Lied wurde der Tag offiziell beendet.

Montag


Dass Abreisetag war, merkt man schon recht früh morgens, da vor unserem Zimmer lautstarke Diskussionen geführt wurden, wie ein so enormer Schlafsack in eine solch kleine Hülle verfrachtet werden könnte. Am Vormittag wurde Fußball gespielt und das Feuer in der Feuerstelle gehätschelt, auch hörte man von tieffliegenden Tannenzapfen. Dann kam jedoch Mittags die Krönung. Das Essen war bisher gewohnt gut gewesen, aber das Mittagessen war phänomenal! Sasomo hieß es und so schmeckte es auch! Man nehme Gyros, Hähnchengeschnetzeltes, Nudeln, Kartoffeln, Erbsen, Möhren, Blumenkohl, Sauce Bolognese, Wurst, Käse, Butter und was weiß ich noch alles, mische es in einem riesigen Topf und serviere es heiß. Es klingt nicht so, aber es schmeckt super. Und stopft, kann ich Euch sagen!! Nach einer Spielerunde war schon wieder Zeit für den Abschiedskreis. Die Wölfe und das restliche Sasomo wurden in die Autos verladen, die Hütte gereinigt, dann konnten auch wir die Heimfahrt antreten.

Ich hoffe, alle an Pfingsten wieder zu sehen!