Herbstlager 2002 in Nöggenschwiel


Unser diesjähriges Herbstlager fand vom 31.10. bis 03.11. in dem Pfadi-Heim der DPSG Hochrhein-Wiesental in Nöggenschwiel statt. Mitzubringen war normale Wochenend-ausrüstung und alte Kleidung, die auch kaputt gehen darf (oje, das riecht nach Geländespiel).
Soviel zu den Informationen zum Hela.

Donnerstag


Aber wo ist das Pfadiheim? Einigen Nöggenschwieler Einwohnern dürfte ein grüner Polo aufgefallen sein, der zu später Stunde in und um Nöggenschwiel ausgiebig unterwegs war. Aber wozu ist man Pfadfinder? Endlich, das Pfadi-Heim.

Als ich eintrete, werde ich förmlich erschlagen. Bin ich hier richtig, ist das der Stamm der Elche oder eine DPSG-Großveranstaltung? Zahlreiche neue und alte Gesichter, die mir ihr Zimmer zeigen wollen, sich vorstellen wollen, mir erklären wollen, wie ihre Gruppe heisst, dass in dieses Zimmer nur Wölfe dürfen oder die versuchen, mich durch Umklammerung der Beine zu Fall zu bringen. Ja die Hütte ist voll, so voll, das die Pfadfinder komplett im Dorf übernachten müssen. Aber es ist einfach schön, mit so vielen Leuten im Tagesraum zu sitzen und zu singen.

Payno, Wopa und Bonzai präsentieren die Workshops. Um den Teilnehmern das Fehlen eines Fernseher etwas leichter zu machen, gestalten sie es als Fernseh-Rateshow, irgendwo zwischen Löwenzahn" und "Wer wird Millionär". Auf dem Programm steht der Bau einer Laterne aus Weidenrouten, Papier, Schnur und viel Kleister, das Nähen von Jonglierbällen, der Aufbau einer Kohte und für die Pfadfinder ein Photoworkshop.

Nach der Präsentation wird es dann für die Wölfe Zeit fürs Bett. Einige hängen schon bös in den Seilen. Die Pfadis und Ranger/Rover lassen den Tag traditionell gemütlich ausklingen.

Freitag


Nachdem wir uns bei der Morgenrunde den Schlaf aus den Gliedern geschüttelt und uns ausgiebig beim Frühstück gestärkt haben, starten die Workshops. Ich bin bei dem Lampenbau dabei, und muss feststellen, dass es eine recht diffisille Arbeit ist. Über das leckere Mittagessen als Unterbrechung bin ich daher recht froh. Nachmittags beginnt auch der Photo-Workshop, für den wir extra einen waschechten Photographen eingeladen haben - Watu. Nach einer weiteren angenehmen Unterbrechung bei Kaffee und Kuchen müssen wir leider erfahren, dass ein böser Pirat hinter einem Schatz her ist, der bei uns viel besser aufgehoben wäre. Das heisst: Anlegen der Kampfmontur, es geht es los. 2 Gruppen müssen versuchen, sich gegenseitig die Lebensbändchen weg zu nehmen. Die siegreiche Gruppe tritt dann gegen die Wächter des Schatzes an, die nach zähem Kampf besiegt werden. Aber wo ist der Schatz? In der Schatztruhe ist nur ein höhnischer Brief des Piraten. Na warte, Bursche. Ihm hätte klar sein müssen, mit wem er sich anlegt. Ich glaube, dass war es Wopa dann auch, als er in die Hände der Schatzsucher geriet.

Geländespiel macht Appetit, da kam das Abendessen gerade richtig. Nach einer kleinen Singrunde war dann auch schon Zeit für den.

Samstag


Leider hatte uns das Wetter ein Schnippchen geschlagen, es regnete den ganzen Tag. Nach der Morgenrunde im Regen und dem Frühstück ging es mit den Workshops weiter. Die Teilnehmer vom Photo-Workshop hatten außerdem die Aufgabe, mit Digitalkameras lohnende Motive einzufangen. Daher sah man den ganzen Tag wild knipsende Pfadfinder und Ranger/Rover im Haus und außerhalb des Hauses umherirren.

Die Kohte stand, auch die mit Reis gefüllten Jonglierbälle nahmen langsam Form an. Anscheinend ist es aber sehr schwer, die Dinger dicht zu kriegen, denn im Tagesraum sah es teilweise aus, wie nach einer Hochzeit. Auch die Lampions wurden fertig, wobei der Kleber natürlich nicht nur auf den Lampions landete.

Nach dem Abendessen mussten die Wölfe und die Pfadis den Tagesraum verlassen. Es fehlte noch ein zünftiges Lagerfeuer. Aber was tun, wenn es regnet? Man stelle einfach in einem Kreis einen Haufen Teelichter auf. Es sah klasse aus und verlieh dem Geschehen etwas sehr feierliches. Danach durften die Wölfe und Pfadis hinein. Es gab zahlreiche Hemden und Halstücher zu verleihen. Dazu ein paar Lieder gesungen und das flackernde Licht in unserer Mitte bewundert. Am Schluss bekamen wir noch ein echtes Lagerfeuer, da sich das Wachs auf dem Karton verteilt hatte, das Maleur war mit dem großen Topfdeckel aber schnell beseitigt. Zum Abschluss sangen wir ein Gute-Nacht-Lied, nach jeder Strophe begab sich eine Wölfi-Gruppe ins Bett.

Wir Pfadis und Ranger/Rover blieben noch ein wenig beisammen. Um Mitternacht trafen wir uns unter dem Vordach des Hauses, wo ein Lagerfeuer in einem Feuertopf brannte. Doch noch ein (fast) echtes Lagerfeuer im Freien. Jetzt war es auch Zeit für die Pfadis, ins Dorf zu gehen. Es dürfte einigen schwer gefallen sein.

Sonntag


Heute konnten wir recht lange schlafen, aufstehen war erst kurz vor dem Brunch. Was gibt es besseres an einem Sonntag Morgen? Die Küchencrew hatte sich einmal mehr selbst überboten. Rührei, Putenschnitzel, Würstchen, Reis mit Gemüse, kalte Platte mit Schinken, Wurst, Käse, grosse Schüsseln mit Schoko- und Vanille-Pudding, Brot, Butter, Marmelade, Nutella, verschiedene Cornflakes. Auch auf die Gefahr hin, dass ich etwas vergesse, höre ich jetzt besser auf, ich bekomme nämlich Hunger.

Nach dem Aufräumen und dem obligatorischen Gruppenbild war es auch schon wieder Zeit für die Schlussrunde am Fahnenmast. Einmal noch einen Kreis, die erste und die letzte Strophe von "Nehmt Abschied Brüder". Dann war das Herbstlager offiziell zu Ende.

Wir Ranger/Rover blieben noch um die Hütte zu putzen. Als wir fertig waren, kam die Sonne raus.

Für die, die es nicht mitgekriegt haben:
Nöggenschwiel sieht bei Sonnenschein richtig schön aus.